Warum erreiche ich auf einer mit Tahoe-Modems abgeschlossenen Mietleitung asymmetrische Übertragungsgeschwindigkeiten?
Ist der eingestellte Durchsatz für die betreffende Mietleitung geringfügig zu hoch, können sich die Modems zwar synchronisieren, die Daten werden jedoch mit Fehlern übertragen. Fehlerhafte Pakete werden verworfen und müssen erneut gesendet werden. Zahlreiche Neuübertragungen führen zu einem geringeren effektiven Durchsatz. Um dies zu vermeiden, sollte der Durchsatz der Modems etwas gesenkt werden, sodass der Rauschabstand auf beiden Seiten der Verbindung >= 5 dB beträgt.
Häufig sind die Störungen an einem Ende der Verbindung stärker als am anderen. In der Vermittlungsstelle des Internetanbieters erzeugen beispielsweise zahlreiche DSL- und ISDN-Leitungen starke Störungen, die in benachbarte Kabel einkoppeln, wodurch der Rauschabstand auf dieser Seite deutlich niedriger sein kann als derselbe Parameter beim Kunden am anderen Ende der Verbindung (wo relative 'elektromagnetische Ruhe' herrscht). Sinkt der Rauschabstand auf einer Seite unter 5 dB, wird die Übertragung in einer Richtung aufgrund von Übertragungsfehlern langsamer. Gleichzeitig kann die Übertragung in der Gegenrichtung störungsfrei verlaufen. Um das Problem zu vermeiden, ist der Durchsatz der Modems ebenfalls so weit zu senken, dass der Rauschabstand auf beiden Seiten der Verbindung >= 5 dB beträgt.Wie lange dauert es, bis sich die Modems synchronisiert haben?
Die Synchronisationszeit hängt vor allem vom eingestellten Durchsatz ab. Bei HDSL-Modems kann die Synchronisation bei 2,9 Mb/s 10 Sekunden dauern, bei 128 kb/s 90 Sekunden. Bei G.shdsl-Modems dauert die Synchronisation 30 Sekunden bis zwei Minuten.
Bei schlechter Leitungsqualität (und einem Durchsatz an der Grenze dessen, was die Leitung zulässt) kann die Synchronisation beim ersten Versuch fehlschlagen und wird dann mehrfach wiederholt. In diesem Fall kann sie sogar mehrere Minuten dauern.Wie entfernt man einen Interface-Alias (z. B. eth0:1)?
Geben Sie 'ifconfig eth0:1 down' ein. Die Einstellungen der Schnittstelle bleiben zwar gespeichert (die Eingabe von 'ifconfig eth0:1 up' aktiviert sie z. B. wieder mit derselben IP-Adresse wie vor dem Abschalten), aber nach dem Speichern der Einstellungen und einem Neustart des Geräts ist die Schnittstelle nicht mehr vorhanden.Wie setzt man die Konfiguration zurück und stellt die Werkseinstellungen wieder her?
Bei Geräten mit integriertem Router kann man sich per Telnet oder über die serielle Konsole verbinden und "con" eingeben. Die im EEPROM gespeicherten Einstellungen werden dann gelöscht – nach einem Neustart kehrt der Router zu den Werkseinstellungen zurück. Bis zum Neustart arbeitet der Router mit den alten Einstellungen; die Eingabe von "write" würde daher die aktuelle Konfiguration erneut in das EEPROM schreiben. Um die Einstellungen zu löschen, ist also "con" einzugeben und der Router ohne Eingabe von write neu zu starten.
Bei Geräten mit integrierter Tastatur und LCD-Anzeige lassen sich die Werkseinstellungen auch wiederherstellen, indem man die Stromversorgung ausschaltet, die Tasten Esc und Enter gedrückt hält, die Stromversorgung einschaltet und die Tasten erst loslässt, wenn auf der Anzeige der Hauptbildschirm mit Gerätetyp und Durchsatz erscheint. Nach einem solchen Start arbeitet das Gerät mit den Werkseinstellungen. Diese sind jedoch nicht dauerhaft im EEPROM gespeichert, sodass das Gerät nach einem Neustart zu den alten Einstellungen zurückkehrt. Um die Werkseinstellungen dauerhaft zu übernehmen, ist im Menü 'Einstellungen im EEPROM speichern' zu wählen oder die Speicherung per Telnet bzw. über die serielle Konsole vorzunehmen.
